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Wou fahlt`s denn?

           Der Neue Tag 11.11.2014  Bericht und Bild Bernhard Neumann

         

Den Schluck zur Stärkung hatten sich die Burschen von "Barbari Bavarii" redlich verdient. Am Freitag begeisterten sie die Geburtstagsgäste der Flossenbürger Jusos mit ihrem neuen Programm.

„Wou fahlt`s denn?“

Flossenbürg. (nm) Die ideale Geburtstagsparty: Keine langen Reden, eine deftige Brotzeit und einen Abend lang Spaß pur. Zum 30-jährigen Gründungsjubiläum hatten sich die Jusos „Barbari Bavarii“ eingeladen. Die drei Burschen in Lederhosen nahmen 120 Gäste mit auf eine musikalische Reise durch Arztpraxen.

Juso-Vorsitzende Bettina Mildner verzichtete am Freitag im Theresienheim auf einen Blick in die Chronik. Sie tat gut daran, denn ein langatmiger offizieller Teil hätte ganz und gar nicht zu den folgenden Stunden gepasst. Da gaben Christian „Weiti“ Witt, Peter „Beda“ Greiner und Stephan „Rosi“ Rosner den Ton an. Längst auch überregional bekannt präsentierte „Barbari Bavarii“ ihr neues Comedy-Programm. „Wou fahlt’s denn?“, hinterfragten die Künstler die Welt der Ärzte, Therapeuten, Patienten, Neurotiker und Hypochonder.

Oberpfälzer Dialekt

Nach der begeistert gefeierten Premiere in Diepoltsreuth bot sich bei den Flossenbürger Jusos die zweite Chance auf Musik und Texte vom Feinsten. Ein Jahr lang bastelte die Band an der Aufführung und der Aufwand lohnte sich. Heraus kam ein abwechslungsreiches und vergnügliches Spiel. Der Oberpfälzer Dialekt war ihnen wichtig. Hochdeutsch oder Pseudo-Bayrisch blieben außen vor. Und auch der Inhalt passte: „Schau ma mal, wos uns und dem Rest der Welt so fahlt.“ Einen unpassenden Zungenschlag gab es dabei nicht. „Barbari Bavarii“ machte sich keineswegs über Ärzte, Kranke oder Krankheiten lustig. Macken über die herzlich gelacht werden durfte, fanden die drei aber genug.
Sie erzählten mit ihren Liedern davon, wie nervig es sein kann, wenn die Freundin ständig auf Toilettensuche ist oder wie Dr. Strahlemann den Idealmenschen schaffen will: „Bei der ein oder anderen Frau würde schon ein neuer Mann für eine Verschönerung reichen.“ Schwer können es aber auch Kinder haben: „Vor allem mit Eltern aus den 1968ern ist es nicht einfach. Da bleibt ein psychischer Knacks nicht aus.“ Ein Mittel gegen Deppen-Allergie brachte „Barbari Bavarii“ auch mit: „Hört uns zu und nicht den Deppen.“

Publikum tobt

Keinen Rat hatten Weiti, Beda und Rosi für einkaufsgeplagte Ehemänner. Deren Leidensgeschichte reichte von acht im Auto und in den Modegeschäften verbrachten Stunden bis hin zum Trost, quasi als Entschädigung ein „greisliches“ rosarotes Hemd zu bekommen. Bei der „Schlager-Hölle“, der Geschichte vom unglücklichen Musikantenstadel-Star, tobte das Publikum vollends. Ab und an blieb das Lachen fast schon im Halse stecken. „Ich werd’ Enkelsohn auf der Demenzstation“, ließ sich als Warnung vor kriminellen Machenschaften mit alten Leuten verstehen.

Und dann wurden die Lederhosen-Burschen mit der an den „Brandner Kasper“ angelehnten Ballade fast ein wenig sentimental: „Wenn du meinst du hast alles geschafft, hockt der Sensenmann am Tisch und grinst dich an. Karten und Schnaps können dir vielleicht noch zu fünf Jahren verhelfen. Irgendwann nimmt er dich aber mit.“ Ohne Zugaben durften die Akteure nicht von der Bühne. Mit denen setzten sie unter die zwei Stunden einen ebenfalls umjubelten Schlusspunkt. Hunger und Durst leiden musste am Freitag auch niemand. Die Jusos tischten Obatzden, Wurstsalat, Käse und Brezen auf.

 
 

 

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