Müntefering: "Es darf nie wieder vorkommen"

Ortsverein

Mit Franz Müntefering (vorne, Mitte) kommt ein SPD-Urgestein nach Flossenbürg. Interessiert und tief beeindruckt informiert sich der Gast in der KZ-Gedenkstätte. Bild: nm

Ehemaliger Vizekanzler in KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg/Floß. (nm) In die lange Liste prominenter Gäste in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg reihte sich Franz Müntefering ein. Der ehemalige Vizekanzler nutzte die Gelegenheit für eine deutliche Warnung. Beim Rundgang stellte ihm Leiter Jörg Skriebeleit Aspekte aus der Geschichte des Lager und der Zeit nach der Befreiung vor 75 Jahren vor. Er spannte den Bogen von den Anfängen des KZ über die Befreiung im April 1945 bis hin zur führenden Stellung von Flossenbürg bei der Entwicklung einer Datenbank zu Kriegsgefangenen.

 

In der Gruppe um SPD-Ortsvorsitzenden Roman Schell, Bürgermeisterkandidat Holger Bannert und Kreisvorsitzenden Markus Ludwig erfuhr der frühere SPD-Bundesvorsitzende, Minister und Vizekanzler darüber hinaus Hintergründe zur angrenzenden Wohnsiedlung. Schell sagte: "Beides darf nicht isoliert gesehen werden."

Am SPD-Gedenkstein im "Tal des Ortes" forderte Müntefering angesichts der Ungeheuerlichkeiten in der Nazizeit auf, genau aufzupassen: "Es darf nie wieder vorkommen, dass Menschen auf eine solche Weise über Menschen herfallen." Schell zeigte sich an dem Vormittag beeindruckt: "Franz Müntefering war für mich immer das Gesicht der SPD. Auch in schwierigen Zeiten übernahm er Verantwortung." Vor dem Rundgang in der Grenzgemeinde hatte sich der 80-Jährige im Nachbarort Floß umgesehen. Altbürgermeister Fred Lehner stellte ihm die Synagoge vor.

Quelle: Der Neue Tag 17.02.2020

 
 
 

 

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